Unser Verein - ein queerer Verein für Graubünden und die Ostschweiz - Anschrift, Vorstand, Statuten

Ein queerer Verein für Graubünden und die Ostschweiz

Wir setzen uns für queeres Leben (lesbisch, schwul, bi, trans*, inter*, a*, pan) in Graubünden und der Ostschweiz ein.


Begriffserklärung | Vereinsanschrift & Social Media | Vorstand | Mitarbeitenden | Statuten 


 

Braucht es denn immer noch einen Verein der sich für LGBTIA-Queerbelange einsetzt?

JA! Als Lesbe, Schwuler, Bisexuelle*r, Trans*, Inter* oder Queer leben wir leider immer noch in einer zweigeschlechtlichen, heteronormativen, auf Männlichkeit aufgelegten Welt. Wenn über Geschlechter oder Gender gesprochen wird, wird dabei häufig nur an Mann und Frau gedacht. Wenn es um Familienplanung, Liebe & Beziehung geht, dreht sich alles um Beziehungen zwischen Mann und Frau. Wenn es um Chancengleichheit geht, haben es Männer oft einfacher.
 
In den letzten Jahren und Jahrzehnten gab es natürlich auch Fortschritte: Frauenwahlrecht, Eingetragene Partnerschaften, Genderdebatte. Doch noch immer kommt es vor, dass queere Menschen nur auf Grund ihrer Genderidentität (Trans*, Inter*, Non-Binär) oder Beziehungspartner*innenwahl (Lesben, Schwule, Bisexuelle) ausgegrenzt und beleidigt werden. Ausgrenzung und Beleidigungen geschehen selten aus böser Absicht, sondern meist aus Unwissenheit und der Heteronormativität in der wir leben.
 
Ein Beispiel, dass vermutlich schon fast jeder queere Mensch erlebt hat, ist das Coming Out. Anders als bei heterosexuellen Cis-Menschen "müssen" wir Queers uns Outen, damit wir so leben können, wie wir sind. Mama und Papa gehen nunmal meist davon aus, dass ihr Sohn eine Frau, ihre Tocher einen Mann mit nach hause bringen wird. Oder das unser Geschlecht mit dem überein stimmt, welches bei der Geburt bestimmt wurde.
 
Und unser Coming Out endet nicht zu Hause im Privaten, sondern dauert ein Leben lang. Wir müssen uns auch im öffentlichen Leben outen, z.B. wenn nach der Begleitung zum Weihnachtsanlass der Firma gefragt wird oder wenn es ums Thema "Kinder kriegen" (Familienplanung) geht. Als schwuler Mann kann es bspw. zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen, wenn man in der Disko einen anderen Mann anflirtet. 
 
Das erklärt, warum es zum heutigen Zeitpunkt immer noch Vereine für queeres Leben gibt und geben muss. Und natürlich muss es nicht nur/gibt es nicht nur den einen Verein. Wir Queers unterscheiden uns natürlich auch stark voneinander. Jede*r hat eigene Interessen. Und jede Lebenslage benötigt auch andere Angebote.
 
Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich für die Belange von Queermenschen, ihren Angehörigen und Freunden ein. Insbesondere bietet das sozialwerk.LGBT+  Beratungs-, Bildungs-, Vernetzungs-, Kommunikations- und Kulturangebote an. Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich für Chancengleichheit des queeren Lebens in allen Belangen ein und strebt die Zusammenarbeit mit anderen gleichgerichteten Organisationen an.
 

Als Leitfaden für die Definition von Queer kann nicht abschliessend die Aufzählung von Homo-, Bi- und Pan, Asexuellen, Inter* und Trans* gelten...

 


 

Begriffsdefinition

Queer, LGBT, LGBTIAQ+ sind Sammelbegriffe/Abkürzungen für lesbisch, schwul (gay), bisexuell, trans* (Transgender), intergeschlechtlich, non-binär/agender, asexuell/aromantisch, pansexuell und viele andere. Kurzum als Queer werden Menschen die nicht heterosexuell und/oder cis sind bezeichnet. Cis ist das Gegenteil von Trans* (Transgender) und meint dabei Menschen, deren biologisches Geschlecht nicht mit dem Identitätsgeschlecht übereinstimmt.

 


 

Vereinsanschrift 

sozialwerk.LGBT+ | treffLGBT+
Goldgasse 4
7000 Chur

info(at)sozialwerk.lgbt
www.sozialwerk.lgbt
www.treff.lgbt
www.whatever.lgbt
Telefon: +41 76 389 51 00

UID CHE-402.428.434

 

Der treff.LGBT+ befindet sich im 2.ten Obergeschoss. Einfach klingeln, Tür öffnet automatisch und bei der Glastür mit der Aufschrift treffLGBT+ hinein mit dir!
Falls du dich nicht alleine in den treffLGBT+ traust, kannst du immer eine Kollegin oder Kollegen mitbringen. Und wenn sich von denen keiner traut, schreib uns eine Mail. Bestimmt gibt es Leute bei uns in deinem Alter, welche dich gern mit in den treffLGBT+ begleiten.

 
 
social media - Bleib auf dem Laufenden über queeres Leben in Graubünden und der Ostschweiz
Snapchat: treff.lgbtplus
Milchstrasse: User*in: punktLGBTplus Kanal: whatever Graubünden
WhatsApp für unseren Broadcast: +41 76 434 46 55
 
 

 

Unser ehrenamtlicher Vorstand

Alicia Rüedi, Björn Niggemann, Gino Montalta & Rebekka Weber

 


 

Unsere Mitarbeitenden

Holger Niggemann, Geschäftsleitung & Sozialarbeiter

Viktoriya Schiefer, Jugendarbeiterin


Vereinsstatuten sozialwerk.LGBT+

1. Name und Sitz


Unter dem Namen «sozialwerk.LGBT+» besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in Chur. Das sozialwerk.LGBT+ ist politisch und konfessionell unabhängig, gemeinnützig und mildtätig.

2. Ziel und Zweck

Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich für die Belange von Queermenschen, ihren Angehörigen und Freund*Innen ein. Insbesondere bietet das sozialwerk.LGBT+ Beratungs-, Bildungs-, Vernetzungs-, Kommunikations- und Kulturangebote an. Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich für Chancengleichheit, der Vielfalt des queeren Lebens in allen Belangen und der sexuellen Gesundheit ein und strebt die Zusammenarbeit mit anderen gleichgerichteten Organisationen an. Das sozialwerk.LGBT+ verfolgt keine kommerziellen Zwecke und arbeitet nicht gewinnorientiert. Die Organe sind ehrenamtlich tätig.

Als Leitfaden für die Definition von Queer gilt nicht abschliessend die Aufzählung von Homo-, Bi- und Pansexuellen, Asexuellen, Intergeschlechtlich und Transgender gelten.

3. Mittel


Zur Verfolgung des Vereinszwecks verfügt das sozialwerk.LGBT+ über folgende Mittel:
- Mitgliedsbeiträge
- Erträge aus eigenen Veranstaltungen
- Subventionen
- Erträge aus Leistungsvereinbarungen
- Spenden und Zuwendungen aller Art
Die Mitgliedsbeiträge werden jährlich durch die Mitglieder*Innenversammlung festgesetzt. 
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

4. Mitgliedschaft


Mitglieder*Innen können natürliche und juristische Personen werden, die den Vereinszweck unterstützen. Bei natürlichen Personen unter 18 Jahren muss der Mitgliedsantrag von einem gesetzlichen Erziehungsberechtigten unterzeichnet werden.
Personen, die sich in besonderem Masse für den Verein oder den Vereinszweck eingesetzt haben, kann auf Vorschlag des Vorstands durch die Mitglieder*Innenversammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen werden. Aus einer Ehrenmitgliedschaft entstehen keine weiteren Rechte und Pflichten zwischen sozialwerk.LGBT+ und Ehrenmitglider*innen.
Aufnahmegesuche sind an den Vorstand zu richten; Mitgliede*rinnen werden automatisch aufgenommen, in Ausnahmefällen kann der Vorstand gemäss Ziffer 6 Mitglieder*innen unmittelbar wieder ausschliessen.

5. Erlöschen der Mitgliedschaft


Die Mitgliedschaft erlischt
- Bei natürlichen Personen durch Austritt, Ausschluss oder Tod.
- Bei juristischen Personen durch Austritt, Ausschluss oder Auflösung der juristischen Person.

6. Austritt und Ausschluss


Ein Austritt aus dem sozialwerk.LGBT+ ist jederzeit möglich. Das Austrittsschreiben muss mindestens 14 Tage vor der ordentlichen Mitglieder*Innenversammlung schriftlich an den Vorstand gerichtet werden. Für das angebrochene Jahr ist der volle Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.
Mitglieder*Innen können jederzeit ohne die Angabe von Gründen vom Vorstand ausgeschlossen werden. Der Vorstand fällt den Ausschlussentscheid; das Mitglied kann den Ausschlussentscheid an die Mitglieder*Innenversammlung weiterziehen. 
Bleibt ein Mitglied trotz Mahnung den Mitgliedsbeitrag schuldig, kann es vom Vorstand automatisch ausgeschlossen werden. 

7. Organe des sozialwerk.LGBT+

Die Organe des sozialwerk.LGBT+ sind
a. Mitglieder*Innenversammlung
b. Vorstand
c. Revisionsstelle

8. Mitglieder*innenversammlung

Das Oberste Organ von sozialwerk.LGBT+ ist die Mitglieder*Innenversammlung. Eine ordentliche Mitglieder*Innenversammlung findet einmal jährlich statt. 
Zur Mitglieder*Innenversammlung werden die Mitglieder*Innen 14 Tage im Voraus schriftlich unter Angabe der Traktanden eingeladen. Einladungen via elektronischer Kommunikation (Email, SMS, WhatsApp etc.) sind gültig.
Anträge zuhänden der Mitglieder*innenversammlung sind spätestens 7 Tage vorher schriftlich an den Vorstand zu richten.
Der Vorstand oder 1/5 der Mitglieder*innen können jederzeit die Einberufung einer ausserordentlichen Mitglieder*innenversammlung unter Angabe des Zwecks verlangen. Die Versammlung hat spätestens 8 Wochen nach Eingang des Begehrens zu erfolgen.
Die Mitglieder*Innenversammlung hat die folgenden unentziehbaren Aufgaben und Kompetenzen:
- Genehmigung des Protokolls der letzten Mitglieder*innenversammlung
- Genehmigung des Jahresberichts des Vorstands
- Entgegennahme des Revisionsberichts und Genehmigung der Jahresrechnung
- Entlastung des Vorstands
- Wahl des Vorstands sowie der Kontrollstelle
- Festsetzung des Mitgliedsbeitrags
- Kenntnisnahme des Jahresbudgets
- Kenntnisnahme des Tätigkeitsprogramms
- Beschlussfassung über Anträge des Vorstands und der Mitglieder*Innen
- Änderungen der Statuten
- Entscheidung über Ausschlusse von Mitglieder*innen.
- Beschlussfassung über Auflösung des Vereins und die Verwendung des Liquidationserlöses
Jede ordnungsgemäss einberufene Mitglieder*innnenversammlung ist unabhänig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder*Innen beschlussfähig.
Die Mitglieder*Innen fassen die Beschlüsse mit einfachem Mehr. Bei Stimmengleichheit kann ein Beschluss nicht gefasst werden.
Statutenänderungen benötigen die Zustimmung einer Zweidrittelmehrheit der Stimmberechtigten.
Über die gefassten Beschlüsse wird Protokoll geführt.

9. Vorstand

Der Vorstand besteht mindestens aus drei Personen.
Die Amtszeit beträgt ein Jahr. Wiederwahl ist möglich.
Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte und vertritt den Verein nach aussen.
Er erlässt Reglemente.
Er kann Arbeitsgruppen und Fachgruppen einsetzen.
Er kann für die Erreichung der Vereinsziele Personen gegen eine angemessene Entschädigung anstellen oder beauftragen.
Der Vorstand verfügt über alle Kompetenzen, die nicht von Gesetzes wegen oder gemäss dieser Statuten einem anderen Organ übertragen sind.

Im Vorstand sind folgende Ressorts vertreten:
a) Präsidium
b) Vizepräsidium
c) Finanzen
d) Aktuariat
e) Jugendarbeit
f) Medien & Kommunikation

Der Vorstand konstituiert sich selber, eine Ämterkumulation ist möglich.
Der Vorstand versammelt sich, sooft es die Geschäfte verlangen. Jede Vorständ*in kann unter Angaben der Gründe die Einberufung einer Sitzung verlangen.
Sofern kein Vorstandsmitglied mündliche Beratung verlangt, ist die Beschlussfassung auf dem Zirkularweg (auch elektronische Kommunikation) gültig.
Der Vorstand ist grundsätzlich ehrenamlich tätig, er hat Anrecht auf Vergütung der effektiven Spesen.

10. Revisionsstelle

Die Mitglieder*innenversammlung wählt eine Revisionsstelle oder eine juristische Person, welche die Buchführung kontrolliert und mindestens einmal jährlich eine Stichkontrolle durchführt.
Die Revisionsstelle erstattet dem Vorstand zu Händen der Mitglieder*innenversammlung Bericht und Antrag.
Die Amtszeit beträgt ein Jahr. Eine Wiederwahl ist möglich.

11. Zeichnungsberechtigung

Das sozialwerk.LGBT+ wird verpflichtet durch Kollektivunterschrift zweieri Mitglieder*innen des Vorstands.

12. Haftung

Für die Schulden des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen. Eine persönliche Haftung der Mitglieder*Innen ist ausgeschlossen.

13. Auflösung des Vereins

Die Auflösung von des sozialwerk.LGBT+ durch Beschluss einer zu diesem Zweck einberufenden Mitglieder*innenversammlung kann mit einem Stimmenmehr von Zweidrittel der anwesenden Mitglieder*Innen beschlossen werden.

Bei einer Auflösung von des sozialwerk.LGBT+ fällt das Vereinsvermögen an eine steuerbefreite Organisation, welche den gleichen oder einen ähnlichen Zweck verfolgt. Die Verteilung des Vereinsvermögens unter den Mitglieder*Innen ist ausgeschlossen.

14. Inkrafttreten

Diese Statuten wurden an der Gründungsversammlung vom 13. Februar 2020 angenommen und sind mit diesem Datum in Kraft getreten.